WIE WURDE DIE
PANEURHYTHMIE GESCHAFFEN?

Konzert-Rezitation 18.11.2006

Erinnerungen aus „Izgreva“ (Der Sonnenaufgang),
Band I, Band II, Band VII

Musik von Meister Danov – Beinsa Duno

Darbietung:
Joanna Strateva – Violine
Bojana Scheljazkova – Violine
Anna Karalascheva – Violoncello
Boschidar Simov – Gitarre

Moderator: Petar Vangelov

Im Saal der Gemeinde „Izgrev“ Tschechov Str. 16 A

Teil 1. 
WIE WURDE DIE PANEURHYTHMIE VON MEISTER DANOV AUF IZGREVA GESCHAFFEN?

Teil 2.
WIE SIND DIE WÖRTER ÜBER PANEURHYTHMIE ENTSTANDEN?

Galerie

Teil 1

WIE BEGANN DIE PANEURHYTHMIE?

Boris Nikolov erzählt Erste Erzählung

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 399. ISBN 954-799-183-3
Einmal auf „Izgreva“, als wir uns um den Meister gesammelt hatten, sang Er uns ein kurzes Liedchen vor. Er wandte sich an uns, sagte: „Könnt ihr für mich einen Reigentanz tanzen?“ Wir stellten uns an, fassten uns „Hand an Gürtel“, wie man den Reigen in der Umgebung von Sofia tanzte und warteten.
Damals gab es keinen Bulgaren, der den Reigentanz nicht tanzen könnte. Kannst du nicht tanzen, kannst auch nicht heiraten – so waren die Sachen damals. Die Maiden und die Burschen wurden beim Tanzen auf dem Dorfplatz ausgewählt. Bist du eine Maid und du gut trippelst, heißt es, dass du geschickt und tüchtig bist und den Haushalt führen kannst. Das war eine genaue Schätzung, die vom Bulgaren durch das Landleben bewährt wurde.
Da sang uns der Meister ein kurzes Liedchen vor, sagte: „Und könnt ihr dieser Melodie passende Bewegungen zusetzen?“
Manche versuchten, aber mißlungen. Es klappte nicht. Wäre es ein Reigen – würde man ihn tanzen, aber das ist eine Melodie, und sie taugt nicht zu einem Reigentanz.
Zu diesem Liedchen zeigte uns der Meister einige Bewegungen, nachdem Er sah, dass wir nach dem Liedchen nicht tanzen konnten, an den Händen gefasst und im Kreis für den bulgarischen Reigentanz angestellt. Nachher sang Er uns eine andere Melodie vor und fragte uns wieder, ob wir der Melodie Bewegungen zusetzen könnten. Wir versuchten, aber wir konnten nichts zusetzen – wir zuckten nur schuldig mit den Schultern.
Der Meister sagte nichts weiter. Dann ging Er in Sein kleines Zimmer hinauf und spielte bis zum Morgen mit Seiner Geige eine uns nicht bekannte Melodie. Am Morgen spielte Er uns die Melodie vor und zeigte die Bewegungen einigen Schwestern, die Musikerinnen waren – sie hatten Musikgehör und Gefühl für Rhythmus und Bewegung. So begann der Meister zuerst einer der Schwestern – Katia Griva, Musik und Bewegungen zu übermitteln. Das zeigte der Meister dann auch den anderen Schwestern vor und so formte sich eine Gruppe Aus: einigen Schwestern, die Melodien sowie die entsprechenden Bewegungen lernen, die der Meister vorzeigte.
So entstand die Paneurhythmie – innerhalb von einem Monat vor den Augen von uns allen, die daran teilnahmen. Später begann diese Gruppe von Schwestern, die anderen zu lehren.
Die Musiker notierten und erlernten das Musikstück. Zum Schluss sammelten sich alle auf der kleinen Wiese und unter der Beobachtung vom Meister wurden alle Melodien mit Bewegung kombiniert. Zum ersten Mal wurde die Paneurhythmie getanzt – zuerst in Teilen, danach – die ganze.
Über die Paneurhythmie hat der Meister vieles gesagt. Auch vieles ist geschrieben. Wir tanzten sie auf der Wiese von „Izgreva“, während des Sommerlagers „El Shadai“, im Vitoscha-Gebirge, an den Sieben-Rila-Seen, die Freunde spielten sie in den Bruderschaften im Landesinneren.
„EVERA“

DIE ANREGUNG ZUR PANEURHYTHMIE

Boris Nikolov erzählt

 

Zweite Erzählung von Boris Nikolov mit bestimmten Personen über dieselben Ereignisse
Aus: Izgreva… Bd. 2. Sofia, 1995, s. 402. ISBN 954-90041-1-2
Der Meister arbeitete auf eine sehr natürliche Weise. Eines Abends hatten wir uns auf der Wiese 5–6 Brüder und Schwestern um den Meister gesammelt. Nedeltscho Popov, der Aus: dem Rhodopen-Gebirge kommt, fing ein Gespräch über die bulgarischen Lieder, Reigentänze und Volkstänze an. Da sagte der Meister: „Kann jemand von euch hier einen Reigen vortanzen?“
Drei–vier Personen fassten sich an Händen und Gürteln, und wie sie sangen, tanzten sie einige von den Volkstänzen vor. Sie singen und tanzen, setzen Schritt für Schritt, wie es bei jedem Reigen mit einzelnen Schritten ist, und der Meister sieht ihnen zu. Er sieht ihnen konzentriert zu und sagt kein Wort. Und eine Schwester – Todora Jordanova Stantcheva, die später mit Angel Valkov zusammenzog, äußerte den Wunsch, einige Schritte der Volkstänze Aus: ihren Dörfern zu zeigen. Sie war flink, sang und tanzte allein, und die Schritte ließen sie schweben, als träte sie nicht auf den Boden. Wir waren gefesselt.
Kurz darauf sagte der Meister: „Jetzt werde ich euch eine kleine Melodie vorspielen. Was für Schritte werdet ihr dieser Melodie zusetzen?“ Der Meister sang die Melodie vor.
Schwester Todora versuchte, aber sie weiß nicht, was für Schritte sie der Melodie zusetzen soll. Und dabei war die Melodie einfach und schlicht. Da trat auch Nedeltscho Popov vor, der auch Aus: einem Dorf, Aus: den Rhodopen kommt, und versuchte dieser Melodie, Schritte zuzusetzen, aber sie waren immer mißlungen. Auch andere standen auf zu versuchen. Und wieder Mißerfolg.
Da stand der Meister auf: „Ich zeige euch die wahren Schritte.“
Und da sahen wir, wie Melodie und Bewegung zu einer Harmonie wurden. Dann dachte der Meister kurz nach, hielt an, und versank in Gedanken. Eine Idee fiel Ihm ein. Und schon vergass Er uns. Wir fingen an, diese Schritte zu tanzen und die Melodie zu singen. Und Er ging in Sein Zimmer zurück, machte das Licht an, und die ganze Nacht ertönte Seine Geige Aus: dem Zimmer. Der Meister spielte also, eine Idee war Ihm eingefallen, und Er begann, diese Idee begeistert zu entwickeln. Und so begann die Paneurhythmie – als eine Harmonie Aus: Musik und Bewegung.
„GEHE, GEHE“

WIE WURDE DIE PANEURHYTHMIE GESCHAFFEN?

Boris Nikolov erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 399. ISBN 954-799-183-3
Am nächsten Morgen war der Meister wieder früh auf der Wiese. Dieselben Schüler waren um Ihn herum. Dann übermittelte Er die nächste Melodie zusammen mit den Schritten. Wir sind um Ihn herum und nehmen alles mit ungewöhnlicher Begeisterung auf.
Zuerst übermittelt der Meister die Melodie, und wir singen sie vor und lernen sie. Darauf zeigt uns der Meister die Schritte zur Melodie. Und so begann man allmählich jede einzelne Übung zu schaffen. Der Meister sieht zu, wie die Übungen ausgeführt werden, die Er übermittelt hatte. Fallen Ihm neue Ideen ein, geht Er gleich in Sein Zimmer hinauf, nimmt die Geige und entwickelt diese Ideen weiter. So schuf Er im Laufe eines Monats die Paneurhythmie. Dieses Schaffen gefiel dem Meister, und nachher begann Er, die Übungen im Saal zu zeigen. Dann geht Er auf die Wiese, die Geiger spielen und die anderen tanzen, und der Meister sieht ihnen zu und korrigiert die Fehler. Er vernahm die Melodie über Inspiration. Während Er sitzt und den Bewegungen der Freunde zusieht, fällt ihm eine neue Idee ein, Er geht in sein Zimmer, nimmt die Geige und entwickelt die Idee Und am nächsten Tag wird Er die Melodie vorspielen und die neuen Schritte zeigen.
Die erste Gruppe, mit der der Meister arbeitete, eignete sich alle Übungen der Paneurhythmie gut an, und diese Gruppe fing an, auch die anderen zu lehren. Die Musiker übten die Melodien ein und formten eine Kapelle. An einem Morgen kam die Zeit, dass die ganze Paneurhythmie auf der Wiese ausgeführt wird, wobei die Kapelle in der Mitte war, und der Meister im inneren Kreis tanzte. So begann die Paneurhythmie.
Später gab der Meister der Dichterin Olga Slavtscheva die Aufgabe, Worte zur Paneurhythmie zu schreiben, die die Idee der Paneurhythmie wiedergeben. Nach Ideen des Meisters gab Olga die Worte, die Gestalt annahmen und sich sowohl auf Form, als auch auf Inhalt abstimmten, und vor allem kombinierten sich die Worte harmonisch mit der Musik.
„SCHRITT FÜR SCHRITT“

DIE KLASSE DER TUGENDEN UND DAS PENTAGRAMM DER PANEURHYTHMIE

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva… Bd. 12. Sofia, 1999, s. 761–795. ISBN 954-9915-03-4
Die Paneurhythmie ist ein Ausdruck von geistigen Gesetzen. Durch die Paneurhythmie erfolgt ein voller Austausch zwischen den Kräften des Menschen und den Kräften der Natur nach den Gesetzen der Harmonie, die in der Belebten Natur, in der Geistigen Welt und in der Göttlichen Welt existiert.
Nach einer gewissen Zeit zeigte der Meister auch das Pentagramm, und zwar jenes Pentagramm, das Er den ersten Brüdern der Synarchischen Kette gegeben hatte, und welches an den Wänden in den Häusern der alten Freunde hing. Als die Schule eröffnet wurde, sahen wir dieses Pentagramm an den Wänden der alten Freunde hängen.
Der Meister gab es nur diesen, die ihre Aufgabe mit der Schule vom Meister richtig gelöst hatten. Das war die Einweihung für den Schüler.
Eines Tages, so wie wir uns um Ihn herum gesammelt hatten, sagte Er:
– Jetzt ist die Zeit gekommen, dass wir dieses Pentagramm Aus euren eingerahmten Bildern von den Wänden herunternehmen und es auf der Erde anwenden.
So wurde es. Das sind Übungen für Reihen Aus: je fünf Paaren, die aufs Zentrum gerichtet sind, und die in ihrer Bewegung die fünf Eckpunkte des Pentagramms einnehmen – Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und Tugend.
Ich möchte auch erwähnen, dass der Meister am Anfang der Schule eine innere Gruppe von Schwestern gebildet hatte, zu der ich auch gehörte, vor welcher er Vorlesungen und Vorträge hielt, indem jede Schwester auf jeder Versammlung eine bestimmte Tugend vorstellte, mit der man arbeitete. Diejenige, die an der Reihe war, am oberen Eckpunkt des Pentagramms zu sein, leitete die Versammlung. Der Meister saß, hörte zu und gab Seine Anweisungen. Auf der nächsten Versammlung nahm eine andere Schwester den oberen Eckpunkt des Pentagramms ein.
So drehte sich das Pentagramm mit seinen fünf Eckpunkten von rechts nach links und alle waren am jeweiligen Eckpunkt einer nach dem anderen. Zu jenem Zeitpunkt hielt der Meister die Vorträge vor der Klasse der Tugenden. Das erwähne ich, weil die Schule diesen Abschnitt von innerer Arbeit mit dem Pentagramm durchlaufen hatte. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass wir diese innere Arbeit durchlaufen, sie von uns herAus: bringen und in Bewegung und Musik verwandeln.
So wurde uns „Das Pentagramm“ der Paneurhythmie durch den Meister übermittelt.
Anmerkung des Verfassers: Die Vorlesungen des Meisters vor der Klasse der Tugenden und die Arbeit mit dem Pentagramm sind in „Izgreva …“, Bd. XII, mit zwei Beilagen – Plakate des Pentagramms – schwarz-weiß und bunt, veröffentlicht.
„DAS PENTAGRAMM“

DAS PENTAGRAMM IN DER PANEURHYTHMIE

Boris Nikolov erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 207. ISBN 954-799-183-3
Es entstand die Idee, das Pentagramm, das der Meister in den ersten Jahren übermittelt hatte (und welches an den Wänden der älteren Freunde hing), mit Bewegungen und Musik vorzustellen. Viele wussten, dass der Meister während der „Klasse der Tugenden“ eine Arbeit mit dem Pentagramm versucht hatte, so dass die Eckpunkte des Pentagramms ihren Platz wechselten, und der obere Eckpunkt bewegte sich nach rechts. Beim Drehen trat der vorige Eckpunkt von links als nächster an seine Stelle ganz oben.
Die Freunde hatten Erfahrung mit der Bewegung des Pentagramms. Und dann beschloss ein älterer Bruder, diese Idee zu nutzen, und arbeitete lange Zeit daran, eine Bewegung in der Form von Pentagramm zu schaffen, begleitet von Bewegung und Musik. Das war Tzotscho Dikov, der kein Musiker war, aber sein Leben und Denken waren beeindruckend. Sein Wunsch veranlasste den Meister, eine gewisse Zeit am Pentagramm selbst zu arbeiten. Nachher fing Er an, die Bewegungen, die Melodie und den Text des Pentagramms darzubieten. So ergab sich die nächste Übung – Melodie, Worte und Bewegungen, alles von Ihm. Das ist eine wichtige Übung, und sie ist nicht leicht auszuführen. Die Freunde haben sie ziemlich schwierig gelernt. Und es dauerte eine Zeit lang, bis die Übung erlernt wurde.
So kam also die Anregung, das Pentagramm darzubieten, von Tzotscho Dikov, der den ersten Versuch gemacht hatte. Er war ein einfallsreicher Bruder und war Laborant bei Professor Konsulov. Er arbeitete ununterbrochen am Problem über den Umlauf des Mondes um die Erde und erklärte, warum sein Umlauf um die Achse dem Umlauf um die Erde gleich ist. Das Mond-Problem war für ihn ein Lebensproblem. Er gab ein Buch über seine Arbeit zu diesem Thema heraus. Ich weiß nicht, wo es ist. Aber im Zusammenhang mit dieser Arbeit stellte er dem Meister viele Fragen über den Mond.
Und diese Antworten des Meisters sind wichtig. Hoffentlich hat unser Freund sie aufgeschrieben. Und wer sein Archiv mitnahm, weiß ich nicht. Er schenkte mir zwei Exemplare von seinen Werken, aber ich weiß nicht, wo sie verschwanden. Alles, was der Meister über den Mond sagte, ist aufgeschrieben. Aber ich weiß nicht, wo es ist.
„DIE LIEBE IST QUELLE“

DIE MELODIEN AUS: DER WELT UND DIE PANEURHYTHMIE

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 167. ISBN 954-799-183-3
Als die Paneurhythmie geschaffen wurde, wollte ein Bruder-Musiker, dass Melodien Aus: der ganzen Welt genommen werden. Und der Meister holte die Paneurhythmie so herunter, wie sie in der Göttlichen Welt und in der Geistigen Welt ist, und allmählich übermittelte Er Übung für Übung. Das war kein einmaliger Vorgang, sondern ein lebendiger Vorgang, in dem wir anwesend waren, beobachteten und daran aktiv teilnahmen. Der Meister zeigt uns die Übungen, und dann gibt Er die Melodie. Oder zuerst holt Er die Melodie herunter und dann zeigt Er die Übungen.
Als dieser Bruder das alles sah, dachte er, dass es eine ganz gewöhnliche Kombination Aus: Bewegung und Melodie sei, und beschloss, sich an der gemeinsamen Arbeit auch anzuschließen. Dieser Bruder hieß Angel Januschev. Als er beschloss, sich anzuschließen, brachte er in seiner Mappe Melodien von verschiedenen Komponisten Aus: der ganzen Welt, und wollte, dass diesen Melodien passende Bewegungen zugesetzt werden. Der Meister, als Er das sah, wurde sehr unruhig und regte sich auf. Er rief mich zu sich und sagte mir: „Sag ihm, dass Meine Lieder nach anderen Gesetzen aufgebaut sind.“
Ich ging zu diesem Bruder, erklärte ihm, dass man andere Lieder und Melodien nicht benutzen darf. Ich sagte ihm, dass der Meister selbst mich geschickt hat. Aber er glaubte mir nicht, weil er sich für einen großen Musiker hielt. Dann brachte ich ihn zum Meister und sagte ihm dort vor dem Meister jenes, was Er mir sagen lassen hatte. Ich sage es ihm, und der Meister sitzt und hört zu. Januschev schaut mal auf mich, mal auf den Meister und sagte schließlich: „Das habe ich nicht gewusst.“ Und er ging weg.
Es gab also Kräfte in der Natur, die uns unbegreiflich waren. Wir sahen sie nicht, wir wussten nichts über sie, und jedes Lied wird gemäß der Bewegung und Richtung dieser Kräfte übermittelt. Diese Kräfte gehören zur allgemeinen Harmonie der Belebten Natur. Das ist ein Beispiel, wie schon am Anfang, als die Paneurhythmie übermittelt wurde, Geister erschienen, die in einen oder anderen eindrangen, die danach strebten, die Paneurhythmie zu verändern. Selbst am Anfang ihres Schaffens wollten diese Geister die Paneurhythmie in andere Richtung wenden. Das geschah sowohl in der Mitte, als auch zum Schluss, als die Paneurhythmie übermittelt wurde.
Das geschah auch nach dem Ableben des Meisters. Neben dem Text wollen sie auch die Melodie der Paneurhythmie verändern. Auf eine oder andere Weise haben sich die Übungen der Paneurhythmie wegen unserer Unwissenheit und Unvollkommenheit verändert, womit der Lehrer äußerst unzufrieden war. Diese Geister sind schließlich Vermittler derselben Kräfte, die die Schule von Anfang an vernichten wollten. Sie dringen in ganz bestimmte Personen ein, die zu Vermittlern und Vollstreckern dieser Geister werden.
Warum ich denn das erzähle? Weil ich euch sagen will, dass die Zeit kam, als Angel Januschev den Meister und die Bruderschaft verleugnete und zwar während des Gerichtsverfahrens gegen die Bruderschaft im Jahre 1957–1958. Und warum er sie verleugnete? Weil wenn ein Mensch einmal Vermittler dieser Geister und Kräfte wird, die die Paneurhythmie vernichten wollten, so wird derselbe Mensch früher oder später Vermittler derselben Kräfte werden, wenn die Schule vernichtet werden muss.
So wurde auch „Izgreva“ durch diesen Mechanismus von drinnen vernichtet – diese Kräfte fanden Vermittler, und sie wurden Diener dieser Kräfte. Die Frage ist für euch und für mich klar. Und wem sie nicht klar ist, der soll sie selbst klären!
„FIR-FJUR-FEN“

DIE DISHARMONIE IN DER PANEURHYTHMIE UND DIE VERANTWORTUNG DER IZGREVA-ANHÄNGER

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 209. ISBN 954-799-183-3
Jeder von uns beteiligte sich. Einige Schwestern bildeten eine Gruppe, und übten die Paneurhythmie mit dem Meister im Saal ein, und nachher brachten sie die Paneurhythmie den anderen Freunden bei, die auf „Izgreva“ kamen.
Früher oder später erlernten sie die Freunde, die sich gegenseitig lehrten. Gewöhnlich kam es so vor, dass jeder, der kam, sich in den Kreis einreihte, jene anblickte, die vor ihm waren, und je nach dem tanzte, was er sah. So kam es dazu, dass nicht alle von uns die Paneurhythmie richtig tanzten. Im Laufe der Jahre tanzten einige etwas, und andere – etwas anderes.
Das rief die Missbilligung des Meisters hervor, der einmal sagte: – Die Übungen müssen berichtigt und richtig ausgeführt werden. So geht es nicht! Ihr schadet Mir, euch selbst und der restlichen Menschheit, weil diese falsch ausgeführten Übungen von hier Aus: disharmonische Zustände und Wirbel schaffen, und sie werden auf die restliche Menschheit übertragen und weitergegeben. Ihr tragt die Verantwortung dafür, was hier auf der Wiese geschieht, sowie für die Paneurhythmie und für jenes, was von ihr herauskommt und in die Welt geht, und das Schicksal der Menschheit bestimmt.
Wir schweigen – wir sagen nichts. Wir verstehen nichts. Es war nicht die Zeit gekommen, das zu verstehen. Jenes Licht von oben war nicht herabgestiegen, um unser Bewusstsein zu beleuchten.
Diese Zeit kam nach dem Ableben – des Meisters. Wir machten Leiden, Qualen und Prüfungen durch, die wir nicht immer bestanden, und schafften es, unseren Weg weiterzugehen. Als die Ereignisse von 1957–58 kamen, dann sahen wir ein, was es heißt, dass die Paneurhythmie richtig getanzt wird, und dass Harmonie auf „Izgreva“ und in der Welt herrscht. Wir sahen das ein, aber für uns war es schon spät. „Izgreva“ war vernichtet. Das war unsere Verantwortung.
Die Vernichtung begann 1945, es folgte die große Durchsuchung am 6.XII.1957, als 163,000 Bändchen Das Wort vom Meister vernichtet wurden. 1958 kam es zum Gerichtsverfahren gegen die Bruderschaft und dazu, dass Boris Nikolov und Schetscho Panajotov zur Gefängnisstrafe verurteilt wurden.
Der Saal auf Izgreva wurde mit einem Vorhängeschloss abgeschlossen, und es wurde verboten, Paneurhythmie auf der Wiese von Izgreva zu tanzen!!!
„PSALM 91“
PAUSE

 

 

Teil 2

WER WIRD DIE WORTE FÜR DIE PANEURHYTHMIE AUF IZGREVA GEBEN?

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 208, 210. ISBN 954-799-183-3
In der Zeit, als die Paneurhythmie übermittelt wurde, und der Meister sie von oben, von der Unsichtbaren Welt herunterholte, war eine Schwester dabei und fragte Ihn:
– Aber Meister, ist es dieselbe Paneurhythmie, die Bruder Methodi Schivatschev im Himmel über Mussala-Gipfel gesehen hat?
Der Meister sieht sie an und sagt:
– Wir machen diese Übungen, wie sie in der anderen Welt gemacht werden. Sie sind nicht erfunden, sie sind von oben heruntergeholt. Diese Übungen sind mit der physischen, Geistigen und Göttlichen Welt verbunden.
– Aber Meister, ist es dieselbe Paneurhythmie, wie die im Himmel über Mussala-Gipfel? – beharrt die Schwester.
– Die wahre Paneurhythmie ist noch nicht übermittelt. Sie ist Oben, im Himmel. Sie dient als Ideal für die menschliche Seele und für den menschlichen Geist. Durch die Paneurhythmie werden Seele und Geist mit den Welten, die über ihnen sind, harmonisiert. Die Paneurhythmie wird heruntergeholt, wenn die andere Menschheit kommt. Diese Menschheit wird andere Körper haben – geistige. In den gegenwärtigen physischen Körpern könnt ihr jene Paneurhythmie vom Himmel über Mussala-Gipfel nicht aushalten.
Unsere Paneurhythmie ist Paneurhythmie der menschelichen Seele und des menschlichen Geistes, die auf die Erde herabgestiegen sind. Und jene wahre Paneurhythmie ist für den menschlichen Geist und für die menschliche Seele, die oben in der Unsichtbaren Welt sind, und nach Umgang mit Gott suchen. Wir hier suchen durch unsere Paneurhythmie nach Umgang mit Gott und jene oben suchen durch ihre Paneurhythmie nach Umgang mit Gott.
Wenn sich die Menschheit vereint, wird dann der Mensch eine erwachte Seele und ein lebengebender Geist werden, und dann wird die wahre Paneurhythmie heruntergeholt werden. Und bis dahin werden viele Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende vergehen.
– Aber Meister, wird unsere Paneurhythmie Worte haben wie jene vom Mussala-Gipfel? – fragt die Schwester erneut.
– Sie wird Worte haben und wir werden von Oben ein Wesen auf die Erde schicken, das die Worte für unsere Paneurhythmie gibt – sagt der Meister.
Und wir waren in Erwartung dieses Höheren Wesens, ohne zu wissen wann und vor wem es erscheinen würde.
„DER ERSTE FRÜHLINGSTAG“

DAS HÖHERE WESEN KAM, UM DIE WORTE FÜR DIE PANEURHYTHMIE ZU GEBEN

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 210–211. ISBN 954-799-183-3
Es vergehen einige Tage. Der Meister ruft zu sich Olga Slavtscheva, die Dichterin war. Es ist das Jahr 1934.
– Schwester, werden Sie in der Lage sein, Worte zur Musik für unsere Übungen zu schreiben?
Olga ist beklommen zumute:
– Aber Meister, könnte ich das schaffen? Es ist für mich sehr kompliziert. Könnte ich es schaffen, die Worte im Einklang mit der Melodie zu kombinieren, ohne den Rhythmus zu verlieren? Meister, ich habe Angst.
Der Meister lächelt und sagt:
– Wir werden dir helfen. Wir werden dir ein Wesen schicken, das dir beim Text hilft. Es wird dir die Worte für die Musik der einzelnen Übungen diktieren.“ Der Meister hört auf zu reden und lächelt.
– Na gut, wenn es so ist, wollen wir dann beide versuchen – dieses Wesen und ich. Aber wann und wie wird es kommen?
Der Meister nennt ihr den Tag und die Stunde, wann dieses Wesen ankommen würde. Olga Slavtscheva erwartet den Tag voller Ungeduld, und später voller Besorgnis. Alle möglichen Gedanken gehen ihr durch den Kopf. Wie könnte dieses Wesen aussehen? Wie würde es angezogen sein? In was für einem Körper könnte es sein, würde sie es erkennen? Wäre sie in der Lage, es gut zu hören? Zahllose Fragen und keine Antwort. Olga wird mit jedem Tag immer aufgeregter. Das ist kein Scherz. Sie wird schließlich Besuch von der Unsichtbaren Welt bekommen, dabei ist es kein normaler „Besuch“, sondern ein Besuch wegen einer Aufgabe, vom Meister aufgetragen!
Es kommen der Tag und die bestimmte Stunde. Olga Slavtscheva setzt sich an den Tisch – sie hat viele Blätter und Bleistifte für den Fall der Fälle vorbereitet. Der Augenblick tritt ein. Olga verspürt eine Inspiration, die ihr ganzes Wesen ergreift, die Gedanken werden klarer, der Blick weitet sich aus, und sie kommt zu einer Gedankentiefe, vor ihr sind die Noten der einzelnen Übungen. Und sie hört in sich die Worte, die sich aneinander reihen, eines nach dem anderen. Olga schreibt sie auf das weiße Blatt nieder.
Sie ist eben mit 2-3 Übungen fertig, als es an die Tür geklopft wird, eine Schwester – Nachbarin kommt hinein, sie will irgendetwas von ihr leihen. Olga sagt ihr, sie habe Arbeit. „Ist das denn Arbeit? Da sitzt unsere Olga und schreibt Gedichte. Gedichte kannst du auch morgen schreiben. Ich bin aber jetzt zu Besuch gekommen und möchte außerdem etwas von dir leihen.“
Olga wird echt sauer, streitet sich mit ihr und jagt sie hinaus, weil sie zu tun hat. Sie setzt sich wieder an den Tisch. Aber alles ist vorbei. In ihrem Kopf sind keine hellen Gedanken mehr, in ihrem Herzen sind keine edlen Gefühle mehr, und es ist kein Schwung zur Inspiration mehr. Alles ist weg! Alles ist weg, es ist vorbei. Nur die Streitigkeiten mit ihrer Nachbarin sind übriggeblieben.
Olga begreift gleich, dass ihr die Geister von der anderen Loge einen Streich gespielt haben, bricht in Tränen aus, bittet das Wesen um Vergebung. Aber keine Reaktion, keine Antwort. Die ganze Nacht kann Olga nicht einschlafen.
„FREUDE UND TRAURIGKEIT“

DAS SONNENWESEN ERSCHEINT ZUM ZWEITEN MAL

Maria Todorova erzählt weiter

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 211. ISBN 954-799-183-3
Am nächsten Morgen geht sie zum Meister und erzählt Ihm weinend alles. Der Meister schaut sie streng an:
– Warum hast du keine Massnahmen gegen die schlimmen und dunklen Mächte ergriffen? Sie haben das Licht gesehen, das vom Himmel über dich und auf dich herabstieg und haben gleich ihre Diener geschickt, dich zu verhindern.
– Meister, ich habe gar nicht geahnt, dass mir so etwas passieren könnte, dabei hier – auf „Izgreva“, hier – vor Ihnen. Könnte ich meinen Fehler berichtigen?
Olga weint, kniet nieder und ihre Tränen durchnassen die Knien des Meisters.
Der Meister beugt sich und richtet sie auf.
– Schon gut, in dreiunddreißig Tagen kommt dieses Wesen in der verabredeten Zeit wieder. Wenn du es jedoch dieses Mal nicht schaffst, antwortest du vor Gott. Weil dieses Wesen von der Göttlichen Welt geschickt wird mit dem einzigen Ziel, dir die Worte und den Text der Paneurhythmie zu diktieren.
Damit schließt der Meister das Gespräch ab, Olga beugt sich, küsst Ihm die Hand und geht.
Olga Slavtscheva geht nach Hause und zählt mühsam die Tage. Nur sie selbst weiß, wie diese Tage vergangen sind. Sie spricht mit niemandem, sagt kein Wort, zieht sich zurück, ihr ständiges Lächeln verschwindet aus ihrem Gesicht. Ihre Freunde glauben, sie sei krank. Sie fragen sie ständig, ob sie Hilfe oder etwas anderes brauche. Sie verweist alle Angebote. Sie hat schon im voraus die Fensterläden aufgesetzt, schließt sie von drinnen, macht die Fenster zu, macht die Tür zu und riegelt sie ab. Sie hängt auch einige Decken an die Fenster, damit man es nicht hören kann, wenn einer klopfen würde. Sie bereitet eine Petroleumlampe, Kerzen, Streichholz und viele Bleistifte und Papier vor. Der Augenblick tritt wieder ein. Das bekannte Gefühl von Inspiration – ihr Gedanke wird klarer, sie sieht Licht über sich, in sich, vor sich.
Sie hört die Worte: „Ich bin Asavita. Ich komme von der Sonne, um dir die Worte für die einzelnen Übungen der Paneurhythmie zu diktieren. Ich bin zu dir geschickt, und ich komme von der Göttlichen Welt.“ Olga schreibt alles nieder.
Olga schreibt Wort für Wort nieder und trägt die Worte unter die Noten ein. Die Arbeit dauert einige Stunden. Zum Schluss verabschieden sie sich als Freundinnen. Am gleichen Tag geht Olga zum Meister und überreicht ihm den Text der Paneurhythmie. Der Meister billigt ihn. Schließlich erzählt Olga von Assavitas Worten. Der Meister nickt.
– Meister, werde ich sie noch einmal sehen können?
– Das hängt von dir ab. Du wirst sie rufen und für sie beten. Alles hängt von dir ab.
„BERCHAN ASI“

DIE GESETZE DER PANEURHYTHMIE

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 211. ISBN 954-799-183-3
Im Jahr darauf gab Olga Slavtscheva ein Büchlein mit dem Titel „DIE PANEURHYTHMIE“ heraus. Das Erscheinungsjahr ist 1935. Links oben auf dem Buchdeckel stand der Name Asineta. Der Preis ist 5 Lewa. Ein Wunder, wenn ein Exemplar davon besteht. Im selben Büchlein waren auch die Texte von drei Liedern vom Meister, die Er sie schreiben ließ. Das sind „Berschid Ba“, „Frühlingslied“ (im Büchlein unter dem Titel „Der Frühling kommt“) und „Das Lied des kleinen Käfers“ (im Liederbuch unter dem Titel „Das kleine Käferchen“).
Im selben Jahr – 1935 – gab Olga Slavtscheva ein Büchlein heraus: „ASAVITA – GÖTTLICHES LIED“. Oben erchts auf dem Buchdeckel steht: „Helmira“.
Asavita kommt von der Sonne, besucht Olga Slavtscheva und indem sie Olga den Namen Helmira gibt, begleiet sie Olga auf dem Weg zur Sonne. Wenn sie dort ankommen, hört Olga bekannte Melodien und Worte, sie hört die Lieder, die der Meister auf der Erde übermittelt hat. Die Musik, der Text, die Tänze und die Bewegungen, die sie auf der Sonne sieht, sind fast dieselben gewesen, wie die Paneurhythmie vom Meister auf der Erde. Helmira sieht mit den eigenen Augen, dass die Melodie und die Bewegungen in einer unzertrennlichen Einheit verbunden sind, in einigen aufeinanderfolgenden Welten, in der physischen, Geistigen und Göttlichen Welt.
Wer will, soll aufmerksam dieses Büchlein lesen. Die Künstlerin Tzvetana Simeonova hat ein herrliches Bild gemalt, Beilage zum Büchlein mit dem Titel „Von der Erde bis zur Sonne“.
Zu jener Zeit waren viele Dichterinnen auf „Izgreva“ und sie alle waren verärgert und darauf eifersüchtig, dass der Meister den Text von Olga annahm. Alle, ohne Ausnahme, waren davon überzeugt, dass die Worte zur Paneurhythmie von Olga Slavtscheva nicht gut seien, dass es keinen Reim, keinen Rhythmus, keine innere harmonische Bemessung gebe, dass die Wortstellung so sei, wie sie unserer Dichterin eingefallen sei. Im Allgemenen glaubte jede der Dichterinnen auf „Izgreva“, dass sie einen unvergleichlich besseren Text geschrieben hätte. Diese Überzeugung unter den Dichterinnen blieb lange Jahre, selbst nach dem Ableben des Meisters. Selbst nach dem Tod von Olga Slatscheva wurde immer wieder die Frage aufgeworfen, dass ein anderer Text notwendig sei.
Zu Lebzeiten vom Meister, 1941, wurde ein Büchlein „Paneurhythmie“ herausgegeben „Lieder der harmonischen Bewegungen. Musik und Bewegungen vom Meister“. In diesem Büchlein ist ein Vorwort, und danach ein Abschnitt „Grundlagen der Paneurhythmie“, in dem der Meister die Grundsätze der Paneurhythmie vorlegt, sowie die Gesetze und die Kräfte, die sie geschaffen haben. Dort auf s. 14 steht konkret geschrieben:
„Die Paneurhythmie stützt sich auf die Gesetze der Entsprechung von Ideen, Worten, Musik und Bewegung.“
Auf diese Weise erklärt der Meister ausdrücklich, dass die Paneurhythmie übermittelt wurde, und die Idee der Paneurhythmie ist durch Musik heruntergeholt, als Bewegung geformt, und für die einzelnen Lieder sind passende Worte angebracht.
Und wer will, kann sich mit den sieben Grundsätzen der Paneurhythmie näher vertraut machen und dann einsehen, dass, was vom Meister gegeben worden ist, nicht geändert werden darf. Warum nicht? Denn auf S. 14 steht geschrieben:
„Die Gesetze der paneurhythmischen Übungen sind im ganzen Weltall geschrieben.“
Ich frage nun, welch tapferer Mensch wird beschließen, das Göttliche zu berichtigen? Und wer ist jener, der das Wort vom Meister, sowie die Worte Seiner Lieder und Seiner Paneurhythmie entstellen will? Und jeder, der lesen und schreiben kann, soll lesen, was der Meister im Büchlein „Grundlagen der Paneurhythmie“ gegeben hat.
„SCHÖNHEIT“

DIE ZWEI PANEURHYTHMIEN – AUF IZGREVA UND IN DER UNSICHTBAREN WELT

Maria Todorova erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 1. Sofia, 1993, s. 212. ISBN 954-799-183-3
Ich habe zugesehen, wie wir die Paneurhythmie getanzt und sie dabei gesungen haben. Es war etwas Unbeschreibliches. Ich sah wie Melodie, Worte und Bewegungen zu einer Einheit verschmolzen. Für unsere Generation war es ein großes Erlebnis, für unsere Seelen eine himmlische Offenbarung und Berührung mit einer wahren Realität, jener der Geistigen Welt. Während wir Brüder und Schwestern unserer Generation die Paneurhythmie tanzten, versetzten wir uns in eine andere Welt. In die Welt der Menschenseelen. Unten schritten und tanzten wir, und oben schwebten unsere Seelen im anderen Kreis, im Himmelskreis der Paneurhythmie, oben in der Unsichtbaren Welt. So bildeten sich zwei Kreise, einer unten auf der Wiese von „Izgreva“, wo wir – unsere Körper – tanzten, und der andere Kreis war oben im Himmel, da hatten sich unsere Seelen in den Kreis eingereiht und tanzten.
Die Schwestern verpassten keine Chance, dem Meister ihr Erlebnis der Paneurhythmie mitzuteilen, das Erlebnis vom Tanzen in den „zwei Paneurhythmien“. Eine unten auf der Erde, und die andere oben im Himmel.
Die Lieder mit den Worten von Olga Slavtscheva verBd.en den Kreis unten auf der Wiese mit jenem Kreis oben im Himmel. Wir fühlten, wie sich Himmel und Erde durch unsere Lieder vereint haben, wie wir unten tanzen, und unsere Seelen tanzen auch oben im Himmel. Für uns war das eine Gemeinschaft der Seelen, eine Einigung der menschlichen Seelen, unten – mit unseren Körpern und oben – mit unseren Liedern in der Unsichtbaren Welt. Diese Verbindung, einmal im lebendigen Kreis der Paneurhythmie geschaffen, unten auf der Erde und oben im Himmel, bleibt diese Verbindung ewig. Deshalb ist die Paneurhythmie – mit Worten, Bewegungen, Melodie und Rhythmus die Verbindung zwischen der Seele und dem Geist des Menschen mit dem menschlichen Körper auf der Erde und die Verindung unserer geistigen Körper mit den Wesen oben in der Unsichtbaren Welt. Diese Welt ist die Welt der Weisheit, wo alles Harmonie, Musik, Sauberkeit und Licht ist.
Das Wort vom Meister geht dem Licht, der Musik und der Harmonie voraus, denn das Wort vom Meister kommt von der Welt der Wahrheit, die die Welt des Göttlichen Geistes und der Göttlichen Seele ist.
Deshalb war die Paneurhythmie für uns auf der Wiese von „Izgreva“ eine heilige Handlung. Sie war eine Einweihung unserer Seelen, die oben in der Unsichtbaren Welt tanzten und den zweiten Krеis der wahren Paneurhythmie ohne das Zutun von Händen schufen. Das war für uns die Paneurhythmie – heilige Handlung und Einweihung.
„Im ganzen Sein bestehen Harmonie und Rhythmus.
Das ganze Weltall ist von Musik und Bewegung durchdrungen, zu einem Ganzen vereint.
Das ist eben die Paneurhythmie (s. 15)“.
Habt ihr nun verstanden, was die Paneurhythmie ist und dass sie heilig ist? Dass sie für die Menschen auf der Erde unantastbar, ohne das Zutun von den Händen der Menschen ist, dass sie ein Ideal für die menschliche Seele und den menschlichen Geist ist.
„DIE FREUDE DER ERDE“

DIE TÜREN WÄHREND DER PANEURHYTHMIE

Dragan Petkov erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 7. Sofia, 1997, s. 153–154. ISBN 954-90041-7-1
Paneurhythmie zu tanzen und Mitspieler in diesem Kreis zu Lebzeiten vom Meister zu sein, war ein außerordentliches Erlebnis. Jeder von uns empfand auf seine eigene Weise die Auswirkung der Paneurhythmie als Musik, Bewegung und als eine Harmonie auf einem Feld, das von der „Lebenden Paneurhythmie“ geschaffen ist, die sich in der Unsichtbaren Schule der Weißen Bruderschaft befindet.
Als wir in Paaren angeordnet waren, und sich die Paare im gemeinsamen Kreis drehten, musste man eine Regel einhalten, die vom Meister gegeben war. Wenn sich die Paare im Kreis drehen, muss der Abstand zwischen den Paaren gleich sein. Zwischen den Paaren muss der Abstand gleich sein. Wenn sie Arme ausstrecken, muss der Abstand mindestens einen halben Meter sein. Manchmal zeigte der Meister eine Übung. Die Paare sollten sich an die Hände halten und einige Schritte wie im Reigentanz tanzen. Danach ließen sie die Hände des anderen los, drehten sich nach rechts, und das war der Abstand, der zwischen ihnen bestehen soll. Auf diese Weise wurde die Kreisgröße bestimmt. Je nach der Zahl der mitspielenden Paare wurde der Durchschnitt des Kreises bestimmt. Einmal war er breiter, einmal enger. Die Kreisgröße zählt nicht. Etwas anderes zählt – dass der Abstand zwischen den Paaren gleich ist.
Der Meister bestand sehr darauf, dass der Abstand zwischen den Paaren nicht groß ist. Er drückte sich so aus: „Macht die Türen zu!“ Er bestimmte diese Abstände wie geöffete Türen.
Was stellen diese Türen dar?
Der Kreis der Paneurhythmie ist ein lebendiger Kreis aus einem Krаftfeld und Kräften. Der Kreis wird von den tanzenden Paaren gebildet. Wenn eine Tür geöffnet wird, bedeutet es, dass der Abstand zwischen den Paaren nicht eingehalten ist, und dass der lebendige Kreis durchquert ist. Dann treten andere Kräfte durch diese Türen ein, und sie stehlen von diesem Krаftfeld und darauf nehmen sie wie Diebe den ganzen Segen von der Paneurhythmie weg. Da sie Diebe sind, nehmen sie, was sie brauchen, sie nehmen dieses Kapital, damit die Schwarze Loge dadurch wirken kann, und uns hinterlassen sie die gestörte Harmonie, d.h. die Disharmonie. Und dann wundern wir uns, warum die Sachen bei uns schief laufen. Wir müssen uns nicht wundern, sondern alles so ausführen, genau wie der Meister es gesagt hat.
Einmal war der Meister unzufrieden und sagte:
– Ich hab doch schon einmal sagt, ihr müsst die Türen rechtzeitig schließen. Dadurch treten andere Kräfte in den Kreis ein. Wir dürfen diese Kräfte nicht unter uns eindringen lassen, da sie die Harmonie zerstören. Ihr seid vor dem Himmel dafür verantwortlich, dass ihr durch euren Ungehorsam den Angriff der Schwarzen Loge auf die Schule zulasst. Das ist unzulässig und wird von der Unsichtbaren Welt bestraft. Die Unsichtbare Welt ist ein Raum des höheren Intellekts, der höheren Harmonie und des höheren Lichts. Das ist das Licht der Göttlichen Welt.
Wir haben das behalten und geben es euch weiter. Klar, wir haben diese Regeln nicht immer befolgt.
Als wir Paneurhythmie nach allen Regeln vom Meister tanzten, kam es zu solch einer Harmonie unter uns, dass wir das Gefühl hatten, nicht auf den Boden zu treten. Das war unser Gefühl, in der Tat sind wir jedoch mit den Füßen auf den Boden getreten. Da haben wir eingesehen, was es heißt, die Paneurhythmie richtig bei „geschlossenen Türen“ zu tanzen.
„DAS FEUER IST ENTZÜNDET“

DIE WAFFEN DER PANEURHYTHMIE

Dragan Petkov erzählt

 

Aus: Izgreva … Bd. 7. Sofia, 1997, s. 154–155. ISBN 954-90041-7-1
Und nun 45 Jahre nach dem Ableben vom Meister wird diese Regel für die Türen nicht eingehalten. Manchmal sagen manche der älteren Freunde: „Macht die Tore zu!“ Andere, die zuhören, regen sich über ihre Bemerkungen auf.
Der Meister sagte einst nicht „Tür“, sondern „Tor“. Sie regen sich auf, weil sie nichts wissen. Sie regen sich auf, denn sie haben das „Tor“ der Paneurhythmie geöffnet, und dadurch sind jene Wesen und Kräfte eingedrungen, die vom Lebendigen Kreis der Paneurhythmie saugen und stehlen. Und deshalb regen sie sich auf, weil sich andere in ihnen aufregen, denn diese sind dort eingedrungen, haben sich wie ein Blutegel festgesaugt, und saugen ständig Energie aus. Nun, sagt mir, wie man diese Tore mit einer Bemerkung korrigieren und schließen kann? Das geht nicht.
Ein anderes Mal wies uns der Meister darauf hin, dass sich unsere disharmonischen Zustände auf der Wiese von Izgreva auf dieselbe Weise in der Welt wie eine Disharmonie in den Geisten der anderen Menschen verbreiten. Einmal war Er streng und sagte:
– Ihr, die ihr hier auf Izgreva seid, seid daran schuldig, was in der Welt vorgeht. Eure disharmonischen Gedanken und Gefühle verbreiten sich aus diesem Göttlichen Zentrum durch die Göttliche Welle, die durch die Ankuft des Großen Meisters entstanden ist. Und anstatt, dass die Menschheit die Ideen von „Das Wort“ als Harmonie und Sauberkeit akzeptiert, nimmt sie eure Nachteile als Disharmonie und Unvollkommenheit wahr.
Da haben wir unsere Rolle auf Izgreva eingesehen. Wir hatten in uns eine Kraft, die das Neue Leben schaffen und aufbauen konnte. Es gab eine Kraft, die zerstören konnte. Wir haben mit beiden Kräften Erfahrung gemacht. Und die Ergebnisse liegen vor.
Uns wurde klar, dass die Paneurhythmie auf Izgreva eine mächtige Waffe zum Aufbau und zur Zerstörung ist.
Während der Paneurhythmie begannen wir, in einem kleineren Kreis zu tanzen, und achteten darauf, dass es keine Türen und Tore zwischen uns gibt, d.h. der Abstand zwischen uns soll gleich sein.
Dann gab uns der Meister die Aufgabe, den Durchmesser des Kreises allmählich zu vergrößern.
Das bedeutete, dass die Ideen des Meisters pulsieren und aus dem Zentrum, aus dem Kreis hinaustreten und sich weltweit verbreiten mussten. Das bedeutet, dass das Zentrum des Lebens pulsiert und Wellen der Harmonie rhythmisch in die Welt sendet. Das war eine Arbeitsmethode des Meisters zur Verbreitung seiner Ideen. Deshalb findet ihr in Seinem Wort einen Ausdruck:
„Mein Wort wird in der Luft verbreitet. Es gibt Wesen, die Es aufnehmen und Es sofort verbreiten. Die Göttlichen Ideen werden auf diese Weise verbreitet.“
Deshalb sagte der Meister, dass die neue Lehre von innen in die Menschen kommen wird, indem sie diese Ideen zuerst als ihre eigenen wahrnehmen und als eigene realiseren werden.
Das ist der Weg! Einen anderen Weg gibt es nicht!
Das Wort ist im Original abgedruckt!
Der Weg des Lebens in der Schule ist in der Reihe „Izgreva“ dargestellt.
Das ist Gottes Weg! Amen!
„GESEGNET SEI UNSER HERR“

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